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Pressearbeit - nicht immer können Medien dabeisein

Bei weltweiten Segelregatten, wie hier beim Team Brunel während des Volvo Ocean Race 2014/2015 (VOR), sind alle Medien auf vernünftige Pressearbeit in Wort, Bild, Ton und Video angewiesen. Nun dann sind Sponsoren auch bereit, sich zu engagieren. Gleiches gilt auch für normale Segelvereine.

Bei weltweiten Segelregatten, wie hier beim Team Brunel währemde des Volvo Ocean Race (VOR), sind alle Medien auf vernünftige Pressearbeit in Wort, Bild, Ton und Video angewiesen. Nun dann sind Sponsoren auch bereit, sich zu engagieren. Gleiches gilt auch für normale Segelvereine.

Tipps für die Pressearbeit in Segelclubs

Kurzer Stich in die See - PR-Tipps für Segelclubs

"Ihr schreibt ja nie was übers Segeln", bekommen wir Journalistinnen bei Törns oft zu hören. Genauso oft aber von (meist wasserscheuen) Redakteurskollegen aus dem Sport-Ressort: "Der Verein Sowieso knallt uns zu mit Material. Jeden Tag ellenlange Mails. Wer soll das denn lesen?" Klare Sache: Niemand. Weil im Papierkorb kein Kollege sitzt. Oder aber: "Die und die haben sich noch nie gemeldet. Gibt's die überhaupt noch?"

Auch für segelnde PR-Leute gilt: Kurzfassen, nur wirklich Wichtiges rausjagen. Da werden ständig PR-Seminare abgehalten, die aber wohl irgendwie nix bringen. Besucht doch im Zweifelsfall mal die Redaktionen und lasst Euch erklären, wie da gearbeitet wird.

Segeln passt nicht in den Terminkalender

Segelsport ist kein medienwirksamer Sport. Immer noch nicht. Weil es keine deutschen Stars gibt. Weil die meisten Sport-Redakteure nicht wissen, wo vorn und hinten ist beim Schiff. Und ums Verrecken keinen Ball entdecken können. Also hängt alles vom PR-Mann in den Vereinen ab.

Regatten finden immer am Wochenende statt. Dann aber sind die "Sportis" der Redaktionen pausenlos im Einsatz: Fußball, Handball, Tennis etc. Das Risiko, den teuren Fotografen zur Regatta zu schicken, deren Teilnehmer gerade mal wieder in der Flaute dümpeln, ist den Redakteuren zu groß.

Selbst sind die Pressewarte

Also kümmert Euch selbst um die Bilder. Aber Finger weg von Amateuren! Heuert einen Profi an. Die Namen stehen unter den Bildern in den Zeitungen, die Nummern gibt's in den Redaktionen. Irgendeiner wird schon Zeit haben.

Das ist nicht billig. Aber der kann ja auch Porträts machen vom Vorsitzenden, von den Aktiven, von der Flotte, von den Clubanlagen, vom Vereinsleben - fürs Archiv. Aus diesem Fundus kann man auch später noch Pressemitteilungen "bestücken".

Fotos sind immer beliebt

Gute Action-Fotos haben immer die Chance, ganz oben auf der Seite platziert zu werden. Weil eigene Bilder die Redaktionen meist Geld kosten und ie Honorar-Etats überall dramatisch zusammengestrichen wurden, sind "reingereichte" Fotos immer beliebt, weil gratis.

Haltet die Zeiten ein!

Wichtig: Die aktuellen Dateien müssen schnellstens in der Redaktionen sein. Die Sport-Redaktionen müssen sich 100-prozentig darauf verlassen können, dass Bild und Text zur abgesprochenen Zeit eintrudeln. Wer Absprachen nicht einhält, braucht sich nie mehr zu melden: Dessen Berichte werden nicht mehr eingeplant, laufen dann dort, wo noch Platz ist. Vielleicht.

Nur vollständige Berichte

An einer Regatta nehmen meist mehrere Vereine teil. Das Bedürfnis des Pressemenschen des veranstaltenden Vereins, seine Leute - und nur seine Leute - groß rauszustellen, ist verständlich, aber ziemlich dämlich: Wichtig ist erst einmal, wer gewonnen hat, wie die Rahmenbedingungen waren, was passiert ist - unabhängig vom Verein. Solche Meldungen sind dann auch für die Redaktionen aus den Herkunftsstädten aller Teilnehmer interessant. Also bitte vollständig und möglichst objektiv berichten! In den Redaktionen hat niemand Zeit, unvollständige aufzuarbeiten.

Zehn Vereine - zehn Pressemitteilungen?

Im schlimmsten Fall geben mehrere Vereine aus dem selben Ort ihre jeweils durch die rosarote Brille gefärbten Berichte über die erstklassigen Erfolge ihrer aufstrebenden Sportler auf Platz hassenichgesehen in die Redaktionen. Aber wer soll in den Redaktionen unter Zeitdruck solch einen Mist bearbeiten?

Presse-Verteiler alle teilnehmenden Vereine

Vor der Regatta mal mit den Kollegen der teilnehmenden Vereine kurzschließen und die Berichterstattung absprechen: Üblicherweise sollte der ausrichtende Verein die vollständige Pressearbeit übernehmen. Also muss sich der Pressemensch vorher um die Presse-Verteiler seiner Kollegen kümmern und schon mal in die E-Mail-Liste aufnehmen. Das sind nur ein paar Maus-Klicks.

Welcher Verein, welche Stadt?

Bei der Vereinsnennung unbedingt darauf achten, dass hinter dem Vereinsnamen auch die jeweilige Stadt steht: Nur dann können die Redakteure sofort sehen, ob auch der "lokale Bezug" da ist, ob aus ihrem Erscheinungsgebiet, überhaupt ein Verein dabei ist. Nicht darauf bauen, dass die Clubs (bitte die Namen einmal vollständig ausschreiben) sowieso bekannt sind.

Ganz wichtig - die Ansprechpartner

Wenn aus den einzelnen Vereinen Ansprechpartner bei der Regatta dabei sind, unbedingt mit Namen und Handy-Nummer angeben: Dann haben Redaktionen die Chance, schnell mal ein Interview oder Ähnliches zu machen.

Porträts gehen auch außerhalb der Aktualität

Wenn ein Vereinsmitglied es tatsächlich mal verdient hat, besonders vorgestellt zu werden, freut das auch die Redaktionen - wenn ein vernünftiger Text, der notfalls als Grundlage für ein Interview oder ein Porträt dienen kann, möglichst schnell nach dem Ereignis in der Redaktion landet. Denn auch der Leser fragt sich: Wer ist das eigentlich, der jede Kanne abräumt?

Und immer an die Fotos denken

Auch hierfür gilt: Nur gute Action-Bilder haben die Chance, ganz oben zu landen. Einen Segler (schlimmstenfalls sogar noch in der Gold-beknöpften Clubjacke...) an der Vereinstheke oder in der verrauchten Pokal-Ecke zu knipsen, ist mehr als langweilig - wird aber von manchen Vereinen immer noch gerne praktiziert.

Wie kommt schnell man an gute Bilder?

Entweder ist der Pressewart fit und kann es selbst (was leider meist nicht hinhaut) oder er bittet ein Vereinsmitglied um Mitarbeit oder er heuert einen Profi an (wofür oft das Geld fehlt) - oder der Vorstand schreibt mal einen kleinen Wettbewerb aus: So sind auch die anderen Vereinsmitglieder bei der Regatta beschäftigt.

Wichtig ist die schnelle Auswertung fürs Zeitungsbild: Also Laptops und PC zur Verfügung stellen. Der Pressewart entscheidet, welche drei oder vier Bilder (möglichst irgendwo der Sieger der Hauptregatta mit drauf) per E-Mail an die Redaktionen gehen.

Das Internet sinnvoll nutzen

Weil Laien die Bilder-Auswahl schwerfällt, sollte man auch eine kleinere Auswahl an Pics auf die Vereinsseiten stellen: Menüpunkt "Presse" > "Bilder-Download".

Die Bilder als Voransicht (mindestens 600 Pixel Breite) in einer Galerie und in großer Auflösung (siehe Fotos) anbieten. Alles andere ist Unsinn.





Ein gutes Beispiel für gelungene Pressearbeit: Das Matchrace am Bodensee, hier ein vom Veranstalter zur Verfügung gestelltes BIld von 2015.

Ein gutes Beispiel für gelungene Pressearbeit: Das Matchrace am Bodensee, hier ein vom Veranstalter zur Verfügung gestelltes BIld von 2015.



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