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Die richtige Sprache in Pressemitteilungen

Keine Ich-Form, keine direkte Anrede

Ein Pressetext darf niemals in der Ich-Form geschrieben sein ( "Unser Verein, wir veranstalten am..."). Er darf auch keine direkte Anrede enthalten ("Karten bekommen Sie..."). Solche Plumpheiten müssen umständlich redigiert werden. Das ist ärgerlich.

Bitte immer mit Vornamen

Bitte alle Namen immer (!) mit Vornamen. "Herr" und "Frau" sind Anreden wie Tante und Onkel und gehören nicht in die Zeitung.

Die richtige Schreibweise

Keine Abkürzungen benutzen. Alles schön ausschreiben. Die (manchmal voneinander abweichenden) Schreibweisen in den Zeitungen beachten. Also nicht:
13.12., 14.30 h, SONDERN: Freitag, 13. Dezember, 14.30 Uhr.
Nicht "Tel.", SONDERN: Telefon (immer mit Vorwahl).
Nicht "Str.", SONDERN: Straße.

Abkürzungen sind übrigens auch suchmaschinenunfreundlich.

Heißer Tipp: "Richtlinien für den Schriftsatz" im Duden

Der Duden heißt in Redaktionen "gelber Kollege". Das ist unsere Bibel. Wie was geschrieben wird, steht dort drin. Besonders wichtig für PR-Leute (und für Redakteure): Die Richtlinien für den Schriftsatz. Dort sind alle Schreibweisen von Zahlen und Daten, bestimmten Orts- und Zeitangaben aufgeführt.

Ankündigungen, Meldungen, Aufrufe, Berichte

Vorm Schreiben mal nachdenken: Was soll es werden? Es gibt viele journalistische Formen. Ankündigung: Dann und dann findet die Veranstaltung von dem und dem Verein statt. Kurz und bündig müssen alle Daten rein, die wichtig sind: Datum, Uhrzeit, Kartenvorverkauf, "Weitere Infos unter Telefon 0 12 34 5 67 ...".

Die Meldung: Der und der ist bei der Jahreshauptversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt worden. Die Firma XY investiert drei Euro fuffzig für eine neue Kaffeemaschine. Motto: Kurz und bündig schreiben, dann ist das auch bald "drin". Ellenlange Schwafelberichte oder gar Protokolle (Igitt!) vom Schriftführer können die Redaktionen nicht gebrauchen. Wer soll sich denn da durchkämpfen auf der Suche nach dem Wesentlichen?

Der Aufruf: "Der Chor XY hat Nachwuchssorgen. Interessierte Sänger melden sich bei Chorleiter Sowieso unter Telefon xxxxx/xxxxx." So einfach ist das. Dieser Aufruf ist garantiert bald "drin". Dass auch schöne Lieder gesungen werden und die Geselligkeit nicht zu kurz kommt und auch ein Kegelabend auf Mallorca gemacht wird, ist doch wohl selbstverständlich und gehört als Geschwafel nicht in den Text.

Der Nachbericht: Ein Ereignis hat stattgefunden, die Presse war nicht oder nicht komplett dabei (warum auch immer), und jetzt wird ein kleiner Nachbericht verfasst. Auch hier gilt: Kurzfassen, keine Allgemeinplätze, bei der Wahrheit bleiben. Je kürzer und besser (keine Ich-Form, siehe oben!) der Text, umso eher ist er "drin". Aber: Selbst verfasste Nachberichte haben in wirklich guten Redaktionen wenig Chancen. Aber die gibt es besonders im Lokalbereich kaum noch. Also...

So lernt der PR-Mann täglich dazu

Die Zeitung oder dem Online-Dienst, denen man was geschickt hat, bitte auch mal lesen: Genau so wie die Meldung abgedruckt wurde, sollte sie das nächste Mal auch verfasst werden. Das freut den Redakteur, der sich um Meldungen heutzutage nur noch wenig kümmern kann.

Der dumme Spruch fauler oder unfähiger Pressesprecher "Das haben wir schon immer so reingegeben und ist auch immer so gekommen" sollte nach dieser Anleitung eigentlich "out" sein.





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